100 Jahre PKB

Zeichnungen, Drucke, leichte Farbe – ein weites Feld

Ausstellungseröffnung in der Volksbank Raiffeisenbank eG

Greifswald. Anlässlich des Gründungsdatums am 26. August 1916 feiert der Pommersche Künstlerbund seinen 100-jährigen Geburtstag mit einer Vernissage in der Hauptstelle der Volksbank Raiffeisenbank eG. Das Datum der Vernissage stimmt dabei genau mit dem Gründungsdatum des Künstlerbundes in Stettin überein. Die Ausstellung in dem Bankhaus findet im Rahmen von vier thematisch unterschiedlichen Präsentationen statt.

Die Präsentation der Arbeiten reicht von Zeichnungen in diversen Techniken über traditionelle bis experimentelle Druckgrafik in den Bereichen Holzschnitt, Farbdrucke, Monotypie, Materialdruck, Radierung, Aquatinta und schließlich zu Versuchen einer lyrischen Farbgebung. Oftmals bleiben in den großen Ausstellungen die intimere Grafik, Druckgrafik, die leiseren Farbfassungen im Hintergrund. Somit zählt es zum Konzept von Pluralität und Individualität, auch vielseitige Gestaltungswege zu präsentieren. Mit dieser Ausstellung soll dieses bedeutende und weite Feld der künstlerischen Auseinandersetzung und Erprobung eine exponierte Stellung erhalten. Gerade hier zeigt sich ein differenziertes Bild der individuellen Handschriften, der intensiven gestalterischen Erkundung des Erlebens und den experimentierenden Versuchen der Umsetzung von Wahrnehmungen und Ideen.

Die Werke des PKB sind ab dem 29. August 2016 für alle Kunstinteressierten in der Hauptstelle der Volksbank Raiffeisenbank eG zu den gängigen Banköffnungszeiten und auch nach Vereinbarung zu besichtigen.

Hintergrundinformation zum Pommerschen Künstlerbund e. V.
Der Pommersche Künstlerbund wurde 1916 in Stettin gegründet. Bedeutende Künstler wie Eugen Dekkert, Hans Hartig, Paul Holz, Otto Kuske, Otto Lang-Wollin, Günter Machemehl haben sein Profil in den ersten Jahrzehnten geprägt. Nach Ende des II. Weltkrieges existierte keine Organisationsform mehr. Erst 1979 kommt es in Düsseldorf durch Künstler aus Hinterpommern zur Wiederbelebung des offiziell nie aufgelösten Künstlerbundes. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands konnte er auch in Mecklenburg-Vorpommern wieder Fuß fassen und Zuwachs aus dieser Region gewinnen. Mit der Schwerpunktverlagerung in unser Bundesland und dem Sitz in Greifswald vollzog sich eine Entwicklung in Richtung Gegenwartskunst und der Festigung einer künstlerischen Gemeinschaft. Der Pommersche Künstlerbund wurde ein kultureller Faktor durch sein Konzept regionaler Sichtweisen, durch Ausstellungen, Workshops, deutsch-polnische Projekte, Fachtagungen, den künstlerischen und sozialen Austausch sowie die Pluralität künstlerischer Auffassungen. Eine Festveranstaltung zum Jubiläum sowie die Herausgabe einer Festschrift finden am 6. September 2016 im Pommerschen Landesmuseum Greifswald statt.