China – zwischen Tradition und Moderne

Ein Reisebericht von Henry Thom

Vom 26. Juni bis zum 6. Juli 2011 ging es für unsere Mitglieder in Begleitung des Prokuristen und Leiters Kredit Marktfolge, Henry Thom, ins bevölkerungsreichste Land dieser Erde – nach China.

Die Reise begann in Greifswald mit einer entspannten Bahnfahrt nach Frankfurt, wo sich die Gruppe bei einer letzten Hotelnacht auf deutschem Boden erholen konnte. Am folgenden Tag ging es dann auf den circa zehnstündigen Flug nach Beijing – die chinesische Hauptstadt. Wenn auch erschöpft vom anstrengenden Flug, konnte sich die Gruppe über die positiven Effekte der Zeitverschiebung freuen und hatte so nach der Ankunft in den frühen Morgenstunden noch den ganzen Tag in Beijing vor sich.

Beijing glänzt mit Kulturdenkmälern höchster Bedeutung und so wurde die Gruppe gleich am Anfang in den Sommerpalast entführt. Der Sommerpalast zählt zu den Höhepunkten der chinesischen Gartenkunst und ist daher ein Besuchermagnet. Wirklich eindrucksvoll – einerseits wegen der schönen Ausblicke, anderseits aber auch wegen der zahlreichen Besucher –, aber dieses Gefühl sollte weiter bestehen bleiben. Die touristischen Attraktionen wirkten für uns Europäer heillos überfüllt – für die Chinesen zählte das als „normal“.

Im Herzen der Hauptstadt erstreckt sich die „Verbotene Stadt“. Über die Größe und Pracht des ehemaligen Kaiserpalastes konnte unsere Reisegruppe nur staunen. Die im Jahr 1987 von der UNESCO zum Weltkulturerbe ernannte Stadt war bis zur Revolution von 1911 Wohn- und Arbeitsort der chinesischen Kaiser der Dynastien Ming und Qing. Der einfachen Bevölkerung wurde der Zutritt verwehrt – so entstand auch der Name. Die Verbotene Stadt grenzt an den Platz des himmlischen Friedens (Tian‘anmen-Platz), den größten befestigten Platz der Erde, welchen man durch das Tor des himmlischen Friedens erreicht, vor dem sich das Mausoleum von Mao Zedong befindet. Verbotene Stadt und auch Tian’anmen-Platz beeindrucken nicht nur durch ihre Größe, sondern auch durch die Architektur und natürlich die riesigen Menschenansammlungen.

Weiter ging es dann für unsere Gruppe zum Himmelstempel, der wichtigsten noch erhaltenen kaiserlichen Tempelanlage, in der die Kaiser der Ming- und Qing-Dynastie um eine reichliche Ernte beteten.

Auch der Traum, einmal im Leben die große Mauer zu sehen, ging für unsere Gruppe in Erfüllung. Rund 60 km nordöstlich von Peking stand sie in voller Pracht vor uns. Voller Ehrfurcht staunte die Gruppe über die herausragende Leistung der Erbauer und so fiel es nicht schwer, die unzähligen, manchmal steilen Stufen trotz Hitze und hoher Luftfeuchtigkeit hinaufzusteigen, um dann umso mehr den unvergesslichen Ausblick zu genießen.

Am bereits sechsten Reisetag flogen die Mitglieder der Volksbank Raiffeisenbank in die ehemalige Kaiserstadt Xi’an. Schon im 7. Jahrhundert zählte das damalige Chang'an – zu Deutsch „Ewiger Friede“ – zwei Millionen Einwohner und war zu ihrer Zeit die größte Stadt der Welt.

Der Besuch der weltberühmten Terrakotta-Armee war sicher der Höhepunkt dieser Etappe. Der Kaiser Qin Shihuángdì schuf sich hier schon zu Lebzeiten ein gigantisches Mausoleum.

Weiter ging die Reise nach Shanghai. Bei einer Abendrundfahrt wurde die Gruppe in den Bann der Stadt gezogen und jeder war gleichermaßen beeindruckt.

Die Megametropole am Huangpu-Fluss ist die heimliche Hauptstadt Chinas. Einerseits ist man im Getümmel der engen Gassen der Altstadt nahezu überfordert, andererseits sieht man die moderne Architektur auf der Pudong-Seite des Huangpu-Flusses, mit der so berühmten Skyline – Gegensätze, die erst einmal verarbeitet werden müssen. Am besten geht das entweder beim Tai Chi – hierbei finden sehr viele Chinesen Ausgleich und Ruhe – oder aber bei einer typischen chinesischen Teezeremonie. Alternativ wurde unsere Gruppe in den Yu-Garten, eine Oase der Gartenbaukunst, geführt.

Mit einer Höchstgeschwindigkeit von 431 km/h erreicht man in sieben Minuten den 35 km entfernten Flughafen Pudong. Dies sollte das letzte, fast unerklärliche technische Highlight dieser Reise sein.

Rückblickend können wohl alle Teilnehmer feststellen, dass sie noch nie solche Eindrücke wie jene in China gesammelt haben. Die Vielfalt der Gerüche und Gerichte, dazu die vielen Menschen auf den Straßen und dann noch die architektonisch beeindruckenden Erlebnisse – all das vergisst keiner so schnell. Auch die Reisenden, die sich gerne beim Shoppen vergnügen, wurden mit einer weitreichenden Vielfalt belohnt.

So können alle glücklich, zufrieden und vielleicht ein bisschen stolz über das Geschaffte auf das Erlebnis China zurückblicken.