St. Petersburg: Die Stadt an der Newa – Das Venedig des Nordens

Die Bankreisebegleitung:

  • Heike Witt
  • Personal/Ausbildung
  • Michael Hietkamp
  • Vorstand

Ein Bericht über unsere Mitgliedereise von Anita Lübke

Anita und Udo Lübke bereisen als Mitglieder seit Ende der 90er Jahre nahezu jedes Jahr mit unserer Bank einen (kleinen) Teil der Welt. Für die Eheleute sind die Reisen die Möglichkeit, verschiedene Kulturen sowie Land und Leute in einer aufgeschlossenen Gruppe kennenzulernen. Auch in diesem Jahr nahmen sie an der begehrten Mitgliederreise nach St. Petersburg teil. Als erfahrene Reisekundin berichtet Frau Lübke von den faszinierenden, intensiven Impressionen aus der Kulturhauptstadt Russlands:

„Eine Reise, die Eindrücke hinterlässt, konnten wir vom 15. bis zum 19. September 2011 genießen. Traditionell trafen wir Reisemitglieder uns zur Abfahrt pünktlich um sechs Uhr morgens am Nexö-Platz. Mit dem Bus ging es nach Berlin und von dort weiter mit dem Flugzeug nach St. Petersburg. Die Reise- und Bankbegleitung sicherten wie immer einen zuverlässigen Ablauf; Schwierigkeiten wie Flugverspätungen bereiten uns daher schon lange keine Sorgen mehr.

Erste Blicke auf die Stadt, die wir in den nächsten vier Tagen erkunden wollten, konnten wir bereits während der Busfahrt vom Flugplatz zum Hotel werfen und die Vorfreude auf den nächsten Tag wuchs. Die Ganztagesrundfahrt begann am kommenden Morgen. Es ging durch den Moskowski-Prospekt – eine 5-spurige, 11,5 km lange Straße – zum Newski-Prospekt, der Prunkstraße, hin zu den verschiedensten Sehenswürdigkeiten. Wir erfuhren nicht nur Wissenswertes über die touristischen Anlaufpunkte, sondern auch über das Wetter: in St. Petersburg wechselt es nämlich manchmal stündlich. Daher sollte der Regenschirm nie fehlen! An unserem ersten Tag konnten wir diese Erfahrung auch machen – hatten aber das Glück, dass es meistens aufhörte zu regnen, wenn wir den Bus verließen. Und es sei vorweggenommen, dass die nächsten drei Tage Sonnenschein war, so dass wir alle angefahrenen Stätten voll genießen konnten. Ja, wenn Engel reisen …

Das erste Highlight war die Isaak-Kathedrale. Sie ist mit ihren 101,5 m Höhe das viertgrößte Kuppelgebäude der Welt. Viele Künstler waren an ihrer Ausstattung beteiligt. Zahlreiche Skulpturen, üppig vergoldet, die Malereien und Mosaiken aus vielfältigen Marmorarten sind einfach faszinierend, wie auch schon die große Eingangstür, die von größter handwerklicher Kunst berichtet. Weiter entlang an der Newa kamen wir zur Erlöser-Kirche, auch Blut-Kirche genannt, an deren Entstehungsort Zar Alexander II. im Jahr 1881 bei einem Bombenattentat getötet wurde.

Der Fluß Newa mit seinen zahlreichen Kanälen unterteilt St. Petersburg in viele Stadtinseln. So ging es von den Admiralsinseln auf die kleinste aller Inseln, die Haseninsel mit der Peter-und-Paul-Festung und -Kathedrale. Auf der Wassiljewski-Insel bewunderten wir die Rostra-Säule, die die Darstellung von vier russischen Wasserstraßen zeigt. Von dieser Insel aus konnten wir einen Blick auf den Winterpalast und die Eremitage werfen. Einen Fotostopp legten wir anschließend am Panzerkreuzer „Aurora“ und an der blau-weißen Smolny-Kathedrale ein. Während unserer Fahrt erzählte unsere Reiseleiterin Elena über allgemeine Lebensverhältnisse, die verschiedenen Wohnverhältnisse sowie die Bildung und Arbeit. So bekamen wir auch einen kleinen Eindruck vom täglichen Leben.

Der nächste Höhepunkt war der Besuch der Schlösser mit den herrlichen Gartenanlagen und zahlreichen Fontänen im Peterhof. Um elf Uhr werden alle Springbrunnen und Fontänen angestellt, was auch für uns ein echter Genuss war.

Einer der größten Anziehungspunkte und ein Muss für jeden St. Petersburg-Reisenden ist die Eremitage. Hier verbrachten wir einige Stunden. Dabei konnten wir nur einen kleinen Teil besichtigen, denn die Ausstellung umfasst mehr als drei Millionen Exponate! Gemälde, Statuen, Decken- und Wandmalereien sowie einmalige Parkettböden lassen den Besucher alles für sich genießen. Die Eremitage, der „Platz der Abgeschiedenheit“, ist mehr als nur einen Besuch wert. Was Peter I. seiner Gemahlin Katharina II. bauen ließ, besichtigten wir in Zarskoje Selo, in nächster Nähe von St. Petersburg. Das Schloss mit seinen prunkvollen Räumen ist ebenfalls geziert mit Gold an Wänden und Türen, unglaublichen Parkettfußböden, Gemälden, geschnitzten und speziell angefertigten Möbeln. Der große, 47 m lange und 17 m breite Tanzsaal fasziniert mit seiner Deckenmalerei.

Das ganz Besondere jedoch ist das Bernsteinzimmer. Die verschiedensten Bernsteinfarben ergeben ein atemberaubendes Ornament- oder Bilderzimmer. Man muss darin gestanden haben, um all die Schönheit zu genießen. Mit einem russischen Spezialitätenabendessen in einem Varietélokal klang der vorletzte Tag gemütlich aus.

Am letzten unserer Reisetage bot sich noch ein Ausflug an, da der Flug ab St. Petersburg erst abends ging. Das Angebot war das Schloss von Pawlowsk, welches Paul I., einem Sohn Katharinas II., gehörte. Auch hier ist wieder zu sehen, welche meisterhaften handwerklichen Arbeiten in vorherigen Jahrhunderten angefertigt wurden.

Von all den gesehenen Dingen ist man beeindruckt und überwältigt. Sieht man sich einige Zeit später Fotos und Berichte an, versteht man das Erlebte erst ganz.

Die Zeit verging wie immer viel zu schnell und mit vielen Eindrücken sind wir wieder gut zu Hause angekommen. Der wie immer liebevoll vorbereitete Nachabend brachte uns tolle und unterhaltsame Erinnerungen, ein nettes Beisammensein sowie Bilder und eine DVD. Es war eine schöne Reise, an die sich jeder gewiss gern erinnern wird. St. Petersburg ist immer eine Reise wert.“