Unsere Mitgliederreise nach Vietnam

Ein Reisebericht von Henry Thom

Auch 2015 war der genossenschaftliche Grundgedanke, etwas Gemeinsames zu tun, um ein Ziel zu erreichen, wieder die Basis für unsere Mitgliederreise. In einer kleineren Gruppe ging es dieses Mal in das ferne und exotische Vietnam. Wer über dieses Land nachdenkt, dem fällt unweigerlich der Vietnamkrieg ein. Aber auch der früher erhältliche Nasenbalsam oder Reisschnaps mit Ginsengwurzel dürfte noch einigen unter uns in Erinnerung sein.

Am 10. März 2015 ging es von Hamburg via Dubai nach Saigon. Dort trafen wir am Flughafen unseren Reiseleiter, der uns sofort darüber aufklärte, dass der amtliche Name dieser Stadt „Ho-Chi-Minh-City“ lautet – jedoch von keinem Vietnamesen gebraucht wird, da der Name „Saigon“ in der Bevölkerung tief verwurzelt ist. Eine weitere Erfahrung machten wir nach dem Verlassen des Flughafengeländes:
Für alle Europäer, die eine exakte Regelung des Straßenverkehrs kennen, dürfte der Straßenverkehr in Vietnam anfangs eine Herausforderung darstellen! Hier ist der Verkehr insbesondere mit Mopeds ständig im Fluss, was sicherlich auch daher kommt, dass es recht wenig Ampeln gibt. Zum Überqueren der Straße darf man nicht warten, bis kein Fahrzeugm mehr kommt, sondern muss langsam auf die Straße gehen, so dass die Mopeds genügend Zeit haben, um einen herum zu fahren. Dieses Erlebnis hatten wir gleich am ersten Tag – und wir waren tief beeindruckt, denn Unfälle haben wir nicht gesehen.

Am darauffolgenden Tag ging es mit dem Flugzeug in das etwa 1.700 Kilometer entfernte Hanoi im Norden des Landes. Trotz der späten Ankunft hatten wir sofort das Gefühl, dass das Leben hier anders verläuft. Es waren nicht so viele Menschen auf Mopeds unterwegs, und es war zu merken, dass es sich um die Hauptstadt mit entsprechend viel Verwaltung handelte. Dieser Eindruck änderte sich auch nicht, als wir die Wirkungsstätten des Revolutionärs und Politikers Ho Chi Minh besuchten. Neben Pagoden und Tempeln war insbesondere das ethnologische Museum mit originalgetreuen Nachbauten von Wohnhäusern der Landbevölkerung sehr interessant. Zum Abschluss des Tages genossen wir eine Aufführung in einem Wasserpuppentheater, die für alle ein Erlebnis war. Am kommenden Morgen mussten wir früh aufstehen, denn es erwartete uns ein Ausflug in die aus dem James-Bond-Film „Der Morgen stirbt nie“ bekannte Halong-Bucht. Pierce Brosnan haben wir nicht gesehen, aber dafür verbrachten wir eine unvergessliche Zeit mit dem Ruderbootausflug auf einer Dschunke und bei der Besichtigung einer Tropfsteinhöhle. Am nächsten Tag flogen wir von Hanoi ins Landesinnere nach Danang, um von dort aus die Städte Hoi An und Hue zu besuchen.

Hoi An ist eine sehr schöne traditionelle kleine Stadt mit alten Häusern, die fast vollständig liebevoll restauriert wurden. Wir fühlten uns fast wie in einem Freiluftmuseum. Dieser Eindruck wurde am Abend mit dem Anzünden von Lampions noch verstärkt, so dass die Stimmung nicht mehr zu übertreffen war. Auch die Besichtigung der alten Kaiserstadt Hue war für uns ein Erlebnis. Wie in Peking existiert auch dort eine verbotene Stadt, deren Besichtigung Einblicke in das Leben des Kaisers und seines Hofstaates zuließ. Mit dem Rückflug nach Saigon neigte sich unsere interessante Reise auch schon fast dem Ende entgegen. Zwei Höhepunkte lagen aber noch vor uns: die Besichtigung von Teilen des Tunnelsystems aus dem Vietnamkrieg und ein Ausflug in das Mekong-Delta! Das Tunnelsystem erstreckt sich über etwa 200 Kilometer und ist bis zu drei Stockwerke tief. Zu Zeiten des Vietnamkrieges waren die Eingänge sehr gut getarnt, so dass schnell ersichtlich wird, warum die US-Soldaten diesen Guerillakrieg der Bevölkerung nicht gewinnen konnten. Aber auch das Mekong-Delta war für alle Teilnehmer ein schönes Erlebnis. Aufgrund der vielen Sedimente war der Fluss faktisch hellbraun. Dennoch sind Flora und Fauna intakt, und die Natur bringt alles hervor, was die Menschen dort zum Leben brauchen. Ein schönes Essen und eine Fahrt mit einem „Tuc Tuc“ rundeten unsere elftägige Reise in dieses vielfältige Land ab.

Wenn Sie auch einmal Interesse haben, mit uns auf Reisen zu gehen, schauen Sie einfach auf unsere Internetseiten oder fragen Sie unsere Bankberater vor Ort! Bestimmt haben wir auch eine Reise, die Sie interessieren könnte.